{"id":58747,"date":"2024-06-28T08:27:36","date_gmt":"2024-06-28T08:27:36","guid":{"rendered":"https:\/\/content.technikum-wien.at\/?post_type=news&#038;p=58747"},"modified":"2025-09-08T09:23:16","modified_gmt":"2025-09-08T09:23:16","slug":"von-der-elektronischen-gesundheitsakte-zum-europaischen-datenraum","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/content.technikum-wien.at\/news\/von-der-elektronischen-gesundheitsakte-zum-europaischen-datenraum\/","title":{"rendered":"Von der Elektronischen Gesundheitsakte zum Europ\u00e4ischen Datenraum"},"content":{"rendered":"\n<div data-block=\"grid\" data-is-swiper=\"false\" data-columns=\"1\" data-bg-color=\"transparent\" data-vertical-alignment=\"start\" data-horizontal-alignment=\"start\" data-gap=\"s\" data-padding-top=\"2rem\" data-padding-bottom=\"2rem\" data-small-grid=\"false\" class=\"wp-block-ovl-grid\">\n<div data-block=\"grid-column\" class=\"wp-block-ovl-grid-column\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass Daten wertvoll sein k\u00f6nnen, ist heute Allgemeinwissen, ebenso, dass es hochsensible Daten gibt \u2013 beides nicht zuletzt im Gesundheitsbereich, wo Stefan Sauermann, Vizerektor und Leiter des Studiengangs Medical Engineering &amp; eHealth sich seit vielen Jahren mit dem Thema besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Herr Sauermann, Sie und die FH Technikum Wien waren ma\u00dfgeblich an der Einf\u00fchrung der Elektronischen Gesundheitsakte in \u00d6sterreich beteiligt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stefan Sauermann:<\/strong> Schon als in den 2000ern die Grundarchitektur konzipiert wurde, sp\u00e4ter dann bei ersten technischen Spezifikationen. Wir haben etwa die Laborbefunde und den Terminologieserver der Gesundheitsakte mitgestaltet und ab da auch Forschungsprojekte im eHealth-Bereich durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ELGA wird nicht immer im positiven Zusammenhang diskutiert. Ist es eine Erfolgsgeschichte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Modell ist technisch und logistisch wirklich Weltspitze und auch erweiterbar. Wir haben gesehen, dass wir in der Pandemie innerhalb weniger Wochen auf kontaktlose Medikamentenversorgung umstellen konnten. Also insofern kann man schon zeigen, dass das System sehr stark ist. Schw\u00e4chen gibt es beim fl\u00e4chendeckenden Anschluss an die Quellsysteme. Wir haben bestimmte Daten, wie etwa Covid-Testdaten oder Laborbefunde oder Befunde niedergelassener \u00c4rzt*innen nur zu einem verschwindend geringen Anteil in der Gesundheitsakte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Projekt, dass hier Verbesserungen bringen soll, ist Linked Care.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mobile Pflege und Betreuung wird immer wichtiger und aufwendiger. Das von der FFG-gef\u00f6rderte Projekt <a href=\"https:\/\/content.technikum-wien.at\/forschungsprojekte\/lica\/\">Linked Care<\/a> vereinfacht daf\u00fcr den Informationsfluss und vernetzt alle Beteiligten miteinander. Die Pflegeforschung im Projekt hat z.B. ergeben, dass der Weg, auf dem Patient*innen, die nicht mehr mobil sind, ihre Rezepte und in der Folge die Medikamente erhalten, stark verbesserungsw\u00fcrdig ist. Ziel von LinkedCare ist, dass Personen in Gesundheitsberufen mit den Betroffenen selbst, mit An- und Zugeh\u00f6rigen, \u00c4rzt*innen, Therapeut*innen und Apotheken sicher und niederschwellig direkt mit optimaler IT-Unterst\u00fctzung zusammenarbeiten. Die Bedienung soll einfach sein und Zeit sparen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div data-block=\"grid\" data-is-swiper=\"false\" data-columns=\"2\" data-bg-color=\"transparent\" data-vertical-alignment=\"start\" data-horizontal-alignment=\"start\" data-gap=\"s\" data-padding-top=\"2rem\" data-padding-bottom=\"2rem\" data-small-grid=\"false\" class=\"wp-block-ovl-grid\">\n<div data-block=\"grid-column\" class=\"wp-block-ovl-grid-column\">\n<div class=\"wp-block-ovl-full-width-image ovl-fullWidthImage\" data-block=\"fullwidthimage\" data-height=\"350px\" data-caption=\"\" data-showcaption=\"false\" data-objectfit=\"cover\" data-use-aspect-ratio=\"false\"><img decoding=\"async\" class=\"ovl-fullWidthImage__image\" style=\"object-position:52% 26%\" src=\"https:\/\/media-hp.technikum-wien.at\/media\/20240628082225\/Sauermann-Stefan-FHTW-weiss-scaled.jpg\" alt=\"\" objectposition=\"52% 26%\"\/><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Stefan Sauermann<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div data-block=\"grid\" data-is-swiper=\"false\" data-columns=\"1\" data-bg-color=\"transparent\" data-vertical-alignment=\"start\" data-horizontal-alignment=\"start\" data-gap=\"s\" data-padding-top=\"2rem\" data-padding-bottom=\"2rem\" data-small-grid=\"false\" class=\"wp-block-ovl-grid\">\n<div data-block=\"grid-column\" class=\"wp-block-ovl-grid-column\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Datengier von Konzernen ist bekannt. Auch der Staat soll mitunter nicht alles \u00fcber alle wissen. Warum sind die Gesundheitsdaten der \u00d6sterreicher*innen sicher?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nutzung der Daten in ELGA ist gesetzlich strengstens geregelt und ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Behandlung der Patient*innen vorgesehen. Es ist nicht vorgesehen, dass hier Daten einfach so etwa an die Akteure der Privatwirtschaft weitergegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein sicherer Datenraum also. Etwas \u00c4hnliches soll derzeit im gro\u00dfen Stil auf EU-Ebene entstehen \u2013 auch hier ist die FHTW beteiligt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das EU-Projekt IDERHA baut gemeinsam mit gro\u00dfen Pharmaunternehmen, Spit\u00e4lern, Patient*innen und Partnern aus der Wissenschaft einen der ersten paneurop\u00e4ischen Gesundheitsdatenr\u00e4ume auf, in enger Abstimmung mit der Umsetzung des k\u00fcrzlich beschlossenen Europ\u00e4ischen Gesundheitsdatenraums. <a href=\"https:\/\/www.iderha.org\/\">IDERHA <\/a>wird die Fr\u00fcherkennung von Lungenkrebs verbessern, und die Lebensqualit\u00e4t von Menschen mit Lungenkrebserfahrung steigern. In diesen Projekten stehen endlich die Anwender*innen im Mittelpunkt, f\u00fcr die sehr konkreter Nutzen entsteht. Wir k\u00f6nnen helfen, zumindest einige der Fragen im Alltag zu beantworten. Und diese Datenr\u00e4ume werden in Zukunft nicht nur auf den Gesundheitsbereich beschr\u00e4nkt sein, ein anderer Einsatzbereich mit gro\u00dfen Potenzial ist etwa die Energiewirtschaft, Stichwort: dezentrale Energiegemeinschaften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie flie\u00dfen diese Themen im Studiengang Medical Engineering &amp; eHealth ein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum einen erkunden unsere Studierenden Technologien f\u00fcr die Medizin. Beatmungsger\u00e4te, Monitore f\u00fcr Vitalparameter, Radiologie- und viele andere Ger\u00e4te werden neu entwickelt und laufend verbessert. Andererseits gilt es die daraus verf\u00fcgbaren Daten bestm\u00f6glich zu nutzen. Wir bereiten Sch\u00e4tze des Wissens auf, um die Fragen der Menschen im Alltag zu beantworten. Studierende konzipieren mit medizinischem Wissen Produktideen, und ber\u00fccksichtigen dabei die Bed\u00fcrfnisse der Nutzer*innen. Der Studiengang bietet die n\u00f6tigen Methoden aus Technik, Naturwissenschaften und IT. Die Absolvent*innen sind mit ethischen Fragen vertraut, mit Datenschutz und mit der Regulatorik der Medizinprodukte. Viele \u00fcbernehmen rasch leitende Rollen bei Herstellern von Medizinprodukten oder in Einrichtungen des Gesundheitswesens und setzen dabei die im Studium erworbenen Management Kenntnisse ein. Je nach Interesse ergeben sich sehr vielf\u00e4ltige Karrierewege, in Startups, gro\u00dfen Unternehmen und \u00f6ffentlichen Einrichtungen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div data-block=\"grid\" data-is-swiper=\"false\" data-columns=\"2\" data-bg-color=\"transparent\" data-vertical-alignment=\"start\" data-horizontal-alignment=\"start\" data-gap=\"s\" data-padding-top=\"2rem\" data-padding-bottom=\"2rem\" data-small-grid=\"false\" class=\"wp-block-ovl-grid\">\n<div data-block=\"grid-column\" class=\"wp-block-ovl-grid-column\">\n<div class=\"wp-block-ovl-info-box ovl-infoBox\" data-block=\"infobox\" data-color=\"green\" data-title=\"IDERHA\" data-type=\"content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Finanzierung und Haftungsausschluss<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong>: Dieses Projekt wird durch die Innovative Health Initiative Joint Undertaking (JU) im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101112135 unterst\u00fctzt. JU wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europ\u00e4ischen Union und die Biowissenschaftsindustrie unterst\u00fctzt, vertreten durch COCIR, EFPIA \/ Vaccines Europe, EuropaBio und MedTech Europe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">IDERHA wird von der Europ\u00e4ischen Union, den privaten Mitglieder*innen und den Partner*innen von IHI JU finanziert. Die ge\u00e4u\u00dferten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschlie\u00dflich jene der Autor*innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der oben genannten Parteien wider. Keine der vorgenannten Parteien kann f\u00fcr sie verantwortlich gemacht werden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-ovl-full-width-image ovl-fullWidthImage\" data-block=\"fullwidthimage\" data-height=\"300px\" data-caption=\"\" data-showcaption=\"false\" data-objectfit=\"contain\" data-use-aspect-ratio=\"false\"><img decoding=\"async\" class=\"ovl-fullWidthImage__image\" src=\"https:\/\/media-hp.technikum-wien.at\/media\/20230811184328\/iderha_fundingdisclaimerlogos_03.jpg\" alt=\"\"\/><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div data-block=\"grid-column\" class=\"wp-block-ovl-grid-column\">\n<div class=\"wp-block-ovl-info-box ovl-infoBox\" data-block=\"infobox\" data-color=\"green\" data-title=\"Linked Care\" data-type=\"content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr zu Hause gepflegte und begleitete Menschen, Ihre Angeh\u00f6rigen und das Pflege-personal kann IKT Support deutlichen Verbesserungen bewirken. Um diese Potentiale zu heben, entwickelt Linked Care (LICA) IT Systeme, die Pfleger*innen, Betroffene, Angeh\u00f6rige, Therapeut*innen entlasten. Innovative Funktionen steigern das Wohlbe-finden und die Gesundheit Betroffener. In Vorprojekten wie 24h-QuAALity, iToilet, ISA, SignAAL und Co-Train hat das Konsortium IKT-Bausteine zur Unterst\u00fctzung \u00e4lterer Menschen mit kognitiven Einschr\u00e4nkungen erfolgreich entwickelt und erprobt. Im Projekt dienen diese Erfahrungen mit bestehenden IT Systemen und mit ELGA als Aus-gangsbasis, um eine durchgehende Informationsversorgung in der mobilen Pflege und Betreuung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-ovl-full-width-image ovl-fullWidthImage\" data-block=\"fullwidthimage\" data-height=\"180px\" data-caption=\"\" data-showcaption=\"false\" data-objectfit=\"contain\" data-use-aspect-ratio=\"false\"><img decoding=\"async\" class=\"ovl-fullWidthImage__image\" src=\"https:\/\/media-hp.technikum-wien.at\/media\/20220216091354\/ffglogorgb1000_2.gif\" alt=\"FFG-Logo\"\/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen wir Daten in Gesundheit und anderen Bereichen effektiv und gleichzeitig sicher nutzen? 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